GEDANKEN ZUM 8. MAI

Als politisch links sozialisierter und politischer Mensch ist der 8. Mai natürlich für mich von besonderer Bedeutung. Wie anders könnte es sein, ist es doch der Tag in dem das unmenschlichste System, das man sich vorstellen kann endlich, wenn auch mit viel Anstrengung unter Aufbringung tausender Menschenopfer und nur unter Anwendung von Gewalt niedergerungen werden konnte. Diese Bande von Verbrechern, Mördern und Sadisten, die es, nicht zuletzt unterstützt von einigen Geschäftsleuten, denen diese Idee gut in ihr Profitdenken passte, geschafft hatte ihren Wahnsinn als Weltanschauung oder System zu verkaufen, durfte nicht mehr regieren. Manche von denen bezahlten mit dem Leben. Und es boten sich viele Chancen, etwas neues Besseres zu bilden. Dieser Gedanke wurde natürlich schnell verspielt, der Westen dachte zu wenig sozial und solidarisch und die Sowjetunion, damals die Hoffnung vieler Fortschrittlicher Menschen – und zweifellos die Macht, die die größten Opfer aufbringen musste – hatte ihre eigene Diktatur, die zwar nicht auf Unmenschlichkeit aufbaute, aber dennoch grausam und unmenschlich geführt wurde. „GEDANKEN ZUM 8. MAI“ weiterlesen

ZUM TODESTAG VON JURA SOYFER

Am 16.2.1939 kam der Dichter, Satiriker und Widerstandskämpfer Jura Soyfer im KZ Buchenwald ums Leben, wo er eingesperrt worden war, weil er Jude und Kommunist war. Davor war er bereits in Dachau interniert gewesen, wo er unter anderem das Dachaulied schrieb. Seinem Werk habe ich mich unter anderem in dem Programm „Die Verjuxte Apokalypse“ beschäftigt, daraus ein Ausschnitt:

KLUB MARXISTISCHER KATZENFREUNDE – TEIL 2

Es war wieder etwas Zeit vergangen, ehe es Genosse Pericek dann doch wagte seine Hundedame in den Klub Marxistischer Katzenfreunde mitzunehmen. Lala eine hübsche Labradordame war zwar etwas lebhaft, wie das im Charakter dieser Hunde liegt, aber grundsätzlich sehr gut erzogen, weshalb sie nach einigem Schnuppern sich brav niederlegte und die Sitzung ruhig abwartete. Der mitgebrachte Knochen tat vielleicht sein Übriges, dass sie sich lieber dem Fressen als den restlichen Eindrücken des Raumes widmete. Hier diskutierte man gerade den Tod des kürzlich verstorbenen Commandante Fidel.

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Die Badener Cops

Text von 2005

 

Großer Aufruhr spielte sich an dem Morgen um 8 Uhr ab, als die Leiche des Hundes am Doblhoffteich gefunden wurde. Burli hatte er geheißen, dieser Hund, und der Frau F. hatte er gehört. Diese stand zitternd neben der Leiche ihres Lieblings, den man kaltblütig erschossen und dann in den Teich geworfen hatte. Einige andere alte Damen standen herum und versuchten der verzweifelten Dame Trost zuzusprechen. Worte fielen wie: „Jessas, dass sowas gibt !“ – „Das arme Hunderl !“ – „Na, die heutige Jugend !“ – „Verzeihung, woher wissen Sie, dass es ein Jugendlicher war, der….“ – „Widersprechen’s mir nicht, das war die heutige Jugend. Nix ist ihnen mehr heilig.“ – „Ja genau, die Neger laufen bei uns herum, dafür bringen’s die Hund um.“ – „Na, des hätt’s net geben unterm….“ und dergleichen, Baden ist eben eine feinfühlige und solidarische Stadt. In wenigen Augenblicken war auch der Bürgermeister hier, ließ sich beim Trösten der Frau F. fotografieren, dann ließ er sich mit den anderen alten Frauen fotografieren, dann ließ er sich mit der Leiche Burlis fotografieren und schließlich zog er sich aus, stieg in den Doblhofteich und ließ sich dort beim Nacktbaden fotografieren.  „Die Badener Cops“ weiterlesen

KLUB MARXISTISCHER KATZENFREUNDE

Jede Woche traf sich der Klub Marxistischer Katzenfreunde kurz KMK, um die wichtigsten Punkte die auf der Agenda des Themas Weltverbesserung standen zu diskutieren. Dabei standen 2 Punkte immer ganz oben: 1. Besser wird es wenn Katzen an den wichtigsten Stellen installiert werden. 2. Klassenkampf ist nur mehr möglich, wenn man die herzigsten Bilder mit den entzückendsten Kätzchen auf Facebook teilt. Für eine marxistische Gruppe herrschte dort erstaunliche Einigkeit. „KLUB MARXISTISCHER KATZENFREUNDE“ weiterlesen